Kräuter im Land Balkonien

Endlich Frühling freu freu (•‿•)

Leider habe ich keinen Garten, aber meine neue Wohnung hat einen schönen großen Balkon, und ich will anstatt Blumen wie z.B. Geranien in den Blumenkästen viel lieber Kräuter ziehen. Diese duften und blühen nicht nur wunderschön, sondern sind auch noch gesund.

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So jetzt muss ich mir erstmal ausrechnen wieviele Pflanzen und welche Kräuterpflanzen ich wohin setzen werde. Nicht alle Kräuter mögen sich untereinander leiden. Und wieder andere Kräuter schützen sich vor Schädlingen und fördern sogar ihr Wachstum wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft gepflanzt worden sind.

Ich habe 4 solcher Balkonkästen kräuter2

In jeden dieser Kästen passen 5 Pflanzen. Mir fällt es einfacher wenn ich die Pflanzen Numeriere, um sie dann auf ihren jeweiligen Platz einzusortieren.

Petersilie Nr. 1 Schnittlauch Nr. 2 Maggikraut Nr. 3 Pfefferminze Nr. 4 Thymian Nr. 5 Rosmarin Nr. 6  Kapuzinerkresse Nr. 7 Majoran Nr. 8 Basilikum Nr. 9 Oregano Nr. 10 Salbei Nr. 11 Bohnenkraut Nr. 12 Dill Nr. 13 Lorbeer Nr. 14 Knoblauch Nr. 15 Lawendel Nr. 16

Also ehrlich gesagt bin ich mir gerade noch gar nicht sicher, ob ich alle Pflanzen überhaupt unterbringen werden kann. Aber ich liebe halt alle diese Pflänzchen 【ツ】

Wie auf dem folgenden Bild werden die Blumenkästen dann hängen.

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Da sich ganz links ein Regenablaufrohr an der Außenwand des Hauses befindet (also nicht auf meinem Balkon, aber nah dran), würde es sich meiner Ansicht nach anbieten dort die Kapuzinerkresse zu pflanzen, denn die rankt immerhin bis zu 3 m hoch (oder hängend). Irgendwie würde ich die dann am Ablaufrohr doch wohl befestigen können. Oder ??? hmmm. mal schauen.

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Man kann von der Kapuzinerkresse sogar die Blätter und Blüten essen. Habe ich zwar noch nie probiert, aber das werde ich auf jeden Fall probieren. Und die sieht doch wohl echt klasse aus.

So, nun aber wieder zurück zur Planung wo welches Pflänzchen seinen Platz finden soll.

Ich beginne einfach mal mit dem linken Balkonkasten.

Kapuzinerkresse Majoran (weit weg vom Thymian, denn diese beiden Kräuter können gar nicht miteinander auskommen) Lawendel Maggikraut Rosmarin

Der nächste Blumenkasten, also rechts neben dem linken:

Lorbeer Basilikum Kapuzinerkresse Petersilie Schnittlauch

der nächste Blumenkasten rechts daneben:

Dill Knoblauch Kapuzinerkresse (wieder in der Mitte des Kastens) Oregano und Lawendel

Nun kommt der ganz rechte Blumenkasten an die Reihe:

Pfefferminze Bohnenkraut Salbei Thymian und wieder Kapuzinerkresse

Na ob das was wird ?

Erstmal werde ich mich jetzt mal im weit weiten Netz schlau machen, ob sich die Kräuter die nebeneinander stehen auch vertragen können bzw. sich mögen.

Hatte irgendwann im Netz mal die folgende Aufstellung gefunden. Ich möchte hier nimandem auf den Schlips treten, und mich mit fremden Federn schmücken, oder mir fremde Bilder aneignen. Aber ich kann leider leider nicht mehr herausfinden wo ich die Aufstellung gefunden hatte. Man möge sich bei mir melden, und ich werde selbstverständlich sofort die Quelle angeben. Übrigens … durch Klick auf das Bild lässt sich das vergrößern.

Es ist Anfang April 2017 und so allmählich wird es Zeit dass ich meine Kräuter-Balkon-Bepflanzung vorantreibe. Am liebsten hätte ich ja alle möglichen Kräuterpflanzen aber… der leidige Platzmangel halt. Auf jeden Fall konnte ich bereits herausfinden dass Maggikraut überhaupt keine Nachbarn mag. Zum Glück habe ich eine große breite Fensterbank außen im Balkonbereich am Fenster, so dass ich dort einen großen Pflanztopf für mein Maggikraut hinstellen kann.

Zunächst mal eine kleine Kräuterkunde:

Glatte Petersilie

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Glatte oder italienische Petersilie hat einen sehr intensiven, süßlich-frischen Geschmack und ist damit aromatischer als krause Petersilie. Das grüne Kraut ist ein wahrer Allrounder und passt damit zu fast jedem Essen. In der Küche entfernt man nach dem Waschen die dicken Stiele und schneidet die Petersilienblätter in feine Streifen oder hackt sie mit einem scharfen Messer. Petersilie ist zudem sehr vitamin- und eisenhaltig, bringt das Immunsystem auf Vordermann und wirkt außerdem entzündungshemmend und blutreinigend.

Schnittlauch

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Schnittlauch gehört wie die Zwiebel zu den Lauchgewächsen und schmeckt ebenso würzig, jedoch etwas milder. Sie rundet Suppen, Dips, Soßen oder Rührei geschmacklich perfekt ab und macht aus jedem einfachen Butterbrot einen Hochgenuss. Über seinen guten Geschmack hinaus wirkt Schnittlauch zudem verdauungsfördernd, antibakteriell, schleimlösend, blutdrucksenkend und appetitanregend. In der Küche ist es besonders wichtig, dass Du den Schnittlauch nicht hackst, sondern immer mit einem scharfen Messer (oder einer Schere) ohne viel Druck schneidest, ansonsten werden die zarten Halme gequetscht und die ätherischen Öle verfliegen schneller. Außerdem gilt auch hier (wie bei nahezu allen Kräutern mit eher weichen, zarten Blättern oder Halmen): Erst nach dem Kochen zugeben, sonst geht das Aroma verloren.

Minze

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Die bekannteste Minzart ist die Pfefferminze, die wohl jeder kennt: Sei es Zahnpasta, Tee oder Kaugummi, das frische Kraut begegnet einem ziemlich häufig im Alltag. Ebenso gut passt die leuchtend grüne Minze mit ihrem Frischekick aber in den Cocktail, zu Erdbeeren und Ananas im Dessert, zu deftigen indischen Gerichten, in orientalische Speisen wie Bulgur- und Couscousvariationen oder in den Joghurtdip zu Lammgerichten. Durch sein dominantes Aroma lässt sie sich nur schwer mit anderen Kräutern kombinieren – Petersilie und Knoblauch passen aber perfekt. Durch das ätherische Öl Menthol hilft Minze außerdem bei Erkältung und Atemwegsbeschwerden und wirkt entzündungshemmend, krampflösend und kühlend.

Thymian

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Zusammen mit Rosmarin und Oregano bildet Thymian eine weitere Komponente der Kräutermischung „Kräuter der Provence“ und ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Er passt daher besonders gut zu Antipasti, Schmorgerichten wie Ratatouille, Lamm und Wild und entfaltet seinen Geschmack am besten in Kombination mit frischem Knoblauch und Zitrone. Zusätzlich ist Thymian dank seiner ätherischen Öle ein gutes Heilmittel bei Husten und Atemnot, Erkältungskrankheiten sowie Magen-Darm-Beschwerden.

Rosmarin

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Rosmarin ist ebenfalls in der mediterranen Küche beheimatet und mit seinem herb-würzigen Geschmack äußerst vielseitig. Anders als Basilikum oder andere zarte Kräuter solltest Du Rosmarin mitgaren, denn die harten Nadeln des Krautes müssen erstmal „geknackt“ werden, um ihr Aroma entfalten zu können. Hervorragend eignet sich Rosmarin zu Backofenkartoffeln (die Klassiker heißen nicht umsonst Rosmarinkartoffeln), Ofengemüse im Allgemeinen, in der Foccacia oder zu Fleisch und Fisch. Neben seiner kulinarischen Vielseitigkeit wirken die ätherischen Öle im Rosmarin blutdrucksteigernd, verdauungsfördernd, appetitanregend und kreislaufstimulierend.

Oregano

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Oregano, auch wilder Majoran genannt, zählt ebenso wie Basilikum zu den typischen mediterranen Kräutern und ist damit perfekt geeignet für Pizza- und Pastas0ßen, Tomaten- und Kartoffelsuppen oder Schmorgerichte. Im Gegensatz zu anderen Kräutern entfaltet Oregano sein Aroma am besten in getrockneter Form und lässt sich damit bestens lagern. Trotz seines intensiven Geschmacks harmoniert er gut mit anderen mediterranen Kräutern und ist zusammen mit Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Bohnenkraut und Lavendel in der berühmten französischen Kräutermischung „Kräuter der Provence“ enthalten. Durch seinen hohen Gehalt an ätherischen Ölen wirkt er außerdem lindernd bei Atemwegsbeschwerden, Verdauungsschwierigkeiten und Entzündungen im Mundraum.

Dill

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Der typisch würzige Geschmack von Dill harmoniert besonders gut mit Gurken – was ihm entsprechend den Beinamen „Gurkenkraut“ eingebracht hat. Seine langen feinen Blättchen passen fein gehackt jedoch ebenso gut in den Kartoffelsalat, Marinaden, Senfsoßen und Dips. Der hohe Mineralstoffgehalt bringt ihm zusätzliche Bonuspunkte ein, sodass er auch in der Heilkunde kein unbeschriebenes Blatt ist: Er wirkt appetitanregend, schmerzlindernd, krampflösend, wundheilend und wird gerne bei Verdauungsproblemen eingesetzt.

Basilikum

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Basilikum ist eines der beliebtesten Küchenkräuter, dessen ausgeprägtes Aroma von den Blättern verströmt wird und das man schon von weitem riecht. Er zählt zu den am häufigsten verwendeten Kräutern in der mediterranen Küche und passt besonders gut zu Tomaten, auf die Pizza oder zur traditionellen Insalata Caprese. Da das Aroma sehr empfindlich ist, solltest Du die klein gezupften Blätter erst nach dem Kochen zum Gericht geben. Neben seiner vielfachen Verwendung in der Küche wird Basilikum außerdem als Mittel gegen Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt, sein ätherisches Öl besitzt zudem entzündungshemmende und entwurmende Wirkung.

 

 

 

 

 

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